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Pisastudie ... und nun?



Die von vielen geforderte Veränderung der politischen Landschaft bzw. Führung als Voaraussetzung einer erfolgreichen Bildungspolitik, kann nur zu einer oberflächlichen Veränderung des Problems beitragen, denn bisher hat es keine Partei geschafft, sich ernsthaft mit dem Gründen bzw. Ergebnissen z.B. der PISA-Studie auseinanderzusetzen. Die bisher umgesetzten Bildungsreformen entsprechen doch lediglich einem herumdocktern an den Symptomen.

Hier geht es doch um mehr. Z.B. um die Folgen der Liberalisierung der schulischen Notengebung, Vernachlässigung solider muttersprachlicher Bildung, den orthographiereformerischen Kniefall vor der fortschreitenden Legasthenisierung der Sprachkultur, den Verzicht auf Auswendiglernen und Kopfrechnen, die Abschaffung des Eignungsprinzips beim Zugang zu weiterführenden Bildungseinrichtungen, die Verwechslung von Studienberechtigung mit Studierfähigkeit, die Atomisierung der Schullandschaft unter dem Diktum der Schul-Autonomie, usw. usw.
Solche Fehlentwicklungen abzustellen, das hat nichts mit restaurativer Schulpolitik zu tun, sondern mit Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit im Umgang mit der heranwachsenden Generation.
Selbst bei noch so kritischer Betrachtung, ist doch bei keiner der sogenannten etablierten Parteien eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den o.g. Problemen und Fehlentwicklungen zu erkennen.

Wenn wir mit "unseren" Schülern und deren Bildungsniveau nicht zufrieden sein können, dann hat das wohl auch gesamtgesellschaftliche Gründe. Da sind wir alle gefragt und können das Problem nicht nur auf Fehlentscheidungen und Unvermögen einzelner Parteien abstellen.




Geschrieben von: tomtom am 07.01.2009   |  Wertung  

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